Mit systemischen Fragen festgefahrene Situationen lösen
mein persönlicher Erfahrungsbericht und dein praktischer Leitfaden für den Wiedereinstieg
Kennst du das Gefühl, nach einer Familienpause wieder in deinen Beruf als Therapeutin oder Coach einzusteigen und dabei auf scheinbar unüberwindbare Hürden zu stoßen? Ich kenne das nur zu gut – aus meiner eigenen Erfahrung als Therapeutin, Coach und Mutter. Gerade in solchen Momenten haben systemische Fragen bei mir und meinen Klientinnen wahre Wunder bewirkt. Mit nur einer einzigen, gut platzierten Frage lassen sich neue Perspektiven eröffnen, Blockaden lösen und nachhaltige Veränderungen anstoßen.
In diesem Artikel teile ich nicht nur mein Wissen, sondern auch meine ganz persönlichen Erfahrungen mit systemischen Fragen. Du erfährst, wie du diese kraftvolle Methode gezielt einsetzt, um deinen Wiedereinstieg zu meistern und deine berufliche Erfüllung wiederzufinden. Am Ende wartet ein praktischer systemischer Fragenkatalog auf dich – ein Freebie, das dir den Einstieg erleichtert und dich auf deinem Weg begleitet.
1. Der Moment, der alles veränderte
Als ich selbst nach meiner Familienzeit wieder in die therapeutische Arbeit einstieg, spürte ich oft Unsicherheit und Zweifel: Bin ich noch auf dem neuesten Stand? Wie kann ich meinen Klientinnen und Klienten wirklich helfen, wenn ich selbst manchmal blockiert bin? In einer dieser Situationen stellte ich einer Klientin eine einfache, systemische Frage: „Wenn deine beste Freundin jetzt hier wäre, was würde sie dir raten, wie du mit dieser Herausforderung umgehen kannst?“
Diese Frage löste nicht nur bei ihr einen Aha-Moment aus, sondern auch bei mir. Es wurde klar, dass es oft nicht die großen Lösungen sind, sondern kleine Perspektivwechsel, die den Unterschied machen. Diese Erfahrung hat mich motiviert, systemische Fragen noch intensiver zu nutzen – und genau das möchte ich mit dir teilen.
2. Was sind systemische Fragen – und warum sind sie so wirksam?
Systemische Fragen sind mehr als nur Fragen. Sie betrachten Probleme im Kontext des gesamten Systems – also der Beziehungen, Umstände und Wechselwirkungen, die das Thema umgeben. Sie regen zum Nachdenken an, öffnen neue Sichtweisen und helfen, festgefahrene Denk- und Verhaltensmuster aufzubrechen.
Gerade für dich als Therapeutin oder Coach, die nach einer Pause wieder durchstartet, sind systemische Fragen ein wertvolles Werkzeug. Sie unterstützen dich dabei, deine Klientinnen und Klienten auf Augenhöhe zu begleiten und gleichzeitig deine eigene Haltung zu stärken.
3. 3 Situationen aus meinem Alltag, in denen systemische Fragen den Unterschied machen
Im Coaching mit Wiedereinsteigerinnen: Eine Klientin fühlte sich überfordert zwischen Familie und Beruf. Statt direkt Lösungen vorzuschlagen, fragte ich: „Was würde sich verändern, wenn du dir selbst erlaubst, nicht perfekt zu sein?“ Diese Frage öffnete ihr den Raum, Selbstmitgefühl zu entwickeln und neue Wege zu finden.
In der therapeutischen Praxis: Eine Klientin berichtete von Konflikten mit ihrer Partnerin. Ich fragte: „Wie glaubst du, sieht deine Partnerin die Situation?“ Diese zirkuläre Frage half ihr, die Perspektive zu wechseln und mehr Verständnis zu entwickeln.
Im Alltag als Mutter und Coach: Wenn ich selbst an meine Grenzen kam, stellte ich mir die hypothetische Frage: „Was wäre, wenn ich mir heute eine kleine Auszeit gönne – wie würde das meinen Tag verändern?“ Diese Frage half mir, bewusster auf meine Bedürfnisse zu achten und meine Energie besser zu steuern.
4. Die 6 wichtigsten Typen systemischer Fragen – praxisnah erklärt
1. Zirkuläre Fragen: Sie fördern den Perspektivwechsel, indem sie nach der Sichtweise anderer im Umfeld fragen.Beispiel: „Wie würde deine Kollegin deine Reaktion auf die letzte Sitzung beschreiben?“
2. Skalierungsfragen: Sie machen Gefühle und Fortschritte messbar.Beispiel: „Auf einer Skala von 1 bis 10, wie sicher fühlst du dich im Wiedereinstieg?“
3. Hypothetische Fragen: Sie regen an, neue Möglichkeiten zu denken.Beispiel: „Was wäre anders, wenn du keine Zweifel hättest?“
4. Die Wunderfrage: Sie hilft, eine positive Zukunft zu visualisieren.Beispiel: „Stell dir vor, über Nacht ist dein beruflicher Wiedereinstieg perfekt gelungen – woran würdest du das merken?“
5. Paradoxe Fragen: Sie regen zum Umdenken an, indem sie scheinbare Widersprüche nutzen.Beispiel: „Was könntest du tun, um sicherzustellen, dass deine Unsicherheit bleibt?“
6. Lösungsorientierte Fragen: Sie fokussieren auf Ressourcen und nächste Schritte.Beispiel: „Welche kleinen Schritte kannst du heute gehen, um deinem Ziel näher zu kommen?“
5. Warum systemische Fragen gerade für deinen Wiedereinstieg so wertvoll sind
Systemische Fragen helfen dir, deine eigene Haltung zu stärken und deine Klientinnen und Klienten empathisch und lösungsorientiert zu begleiten. Sie fördern Selbstreflexion, öffnen neue Perspektiven und stärken die Selbstwirksamkeit – sowohl bei dir als auch bei denen, die du unterstützt.
Außerdem erleichtern sie dir den Wiedereinstieg, indem sie dir ein strukturiertes und wirkungsvolles Werkzeug an die Hand geben, das du flexibel einsetzen kannst – egal, ob in Einzelcoachings, Paartherapie oder Gruppensettings.
6. Mein Tipp für dich: Übe systemische Fragen mit meinem kostenlosen Fragenkatalog
Um dir den Einstieg zu erleichtern, habe ich einen systemischen Fragenkatalog entwickelt, der dich Schritt für Schritt begleitet und dir hilft, die passenden Fragen sicher und wirkungsvoll einzusetzen.
Hol dir jetzt dein Freebie und starte deinen Wiedereinstieg mit mehr Klarheit und Selbstvertrauen!
Ich freue mich, wenn dich dieser Artikel inspiriert und dir zeigt, wie du mit systemischen Fragen echte Veränderungen bewirken kannst – für deine Klientinnen und für dich selbst. Welche Erfahrungen hast du mit systemischen Fragen gemacht? Teile deine Gedanken gerne in den Kommentaren!